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Eva – Zeugnisse bei worldwidewings

Das worldwidewings-Team 2. Mai 2016 Zeugnisse Zeugnisse

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Zeugnisse

Aufgewachsen bin ich in einer wunderschönen Kleinstadt im Allgäu, Süddeutschland. Mein Vater ist katholisch, meine Mutter evangelisch. Ich wuchs zwar katholisch auf, jedoch nicht streng. Dies war wahrscheinlich dem evangelischen Einfluss meiner Mutter zuzuschreiben. Sie hat abends vor dem Einschlafen immer mit mir gebetet. Dies hat meinen kindlichen Glauben sehr stark geprägt. Und so hat mich der Glaube an einen Vater im Himmel schon seit ich denken kann interessiert und bereits im Kindergartenalter wusste ich, dass Gott nicht in dem Tabernakel wohnt, in dem die Hostien verwahrt werden.

Im damaligen Religionsunterricht hörten wir sehr viel über die biblischen Geschichten, besonders auch vom Alten Testament. Ein Grossonkel von mir war Pfarrer. Wir hatten ihn einmal besucht. Ich war damals sicher noch keine 10 Jahre alt. Und am meisten fasziniert hat mich seine hebräische Bibel.

Eine weitere Begebenheit aus meiner Kindheit war als ich mit 7 Jahren im Krankenhaus lag. Dort hing an der Wand ein grosses Kreuz mit Jesus daran und obendrauf die Aufschrift „INRI“. Ich fragte damals meinen Vater, was denn INRI bedeuten würde. Er antwortete mir, das seinen die Anfangsbuchstaben für „Jesus von Nazareth, König der Juden“ auf Lateinisch. So wusste ich damals schon, dass Jesus, heute sage ich Jeschuah, der König der Juden war und ist. Das hat mein Leben ein Stück weit mitgeprägt und die Juden waren für mich immer ein besonderes Volk, ebenso wie das Land Israel und sein König Jeschuah.

Als ich 11 Jahre alt war fragte ich meinen Vater, ob wir eine Bibel zuhause hätten. Ich war damals der Meinung, dass dieses Buch in jedem Haushalt sein müsste, da es doch das wichtigste Buch überhaupt ist. Mein Vater verneinte jedoch diese Frage. So kaufte ich von meinem Taschengeld meine erste Bibel und begann darin zu lesen. Ich habe auch immer regelmässig gebetet und hatte in meinem Herzen ein Zeugnis von Gott ohne dass mir je jemand mehr von ihm erzählt hätte.

Im Alter von 14 Jahren wird man in der katholischen Kirche gefirmt. Davor erhält man Firmunterricht. Der damalige Pfarrer war in der charismatischen Erneuerung aktiv und liess zu, dass von anderen Gemeinden (Pfingstgemeinde und Baptisten) Leute beim Firmunterricht aushalfen. Dies war einmalig in der Kirchengeschichte unserer Stadt.

Da ich ja immer auf der Suche war und nicht zu irgendwelchen Religiösen in den Unterricht wollte, entschied ich mich für diese anderen Leute aus den anderen Gemeinden. So lernte ich meine heute noch beste Freundin, kennen. Sie kam damals aus einer Pfingstgemeinde und erzählte so ganz anders von Jeschuah und von Gott, dem Vater, als ich es bis dahin gehört hatte und in meinem Herzen fand diese Botschaft Anklang. Offene Türen wurden eingerannt und mir war klar, dass ich diesen Weg bis zur letzten Konsequenz gehen wollte.

Wir hatten dann eine Jugendgruppe in der wir sehr viele biblische Grundlagen lernten. Diese Jugendgruppe wurde jedoch bald mehr oder weniger von der katholischen Kirche verboten, da sie nicht mehr ins System passte. Man versuchte uns ideologisch wieder in die Arme der Kirche zurück zu bringen. Die meisten der damaligen Gruppe sind heute wieder gute Katholiken und dem Glauben eher fern. Mir reichte das jedoch nicht und ich setzte mich intensiv mit den Lehren der katholischen Kirche auseinander. Aufgrund meiner Entdeckungen war mir dann sehr schnell klar, dass ich diese Kirche verlassen musste, da sie nichts mit der biblischen Botschaft gemein hat und es im Kern um einen Götzenkult geht. Ich liess mich daraufhin in einer freien Gemeinde vor Ort taufen.

Im Alter zwischen 17 und 20 Jahren war ich regelmässig mit Jugend mit einer Mission in Frankreich unterwegs. Immer über den Sommer verbrachte ich Zeit bei ihnen und machte Einsätze mit. Diese Zeiten legten ein recht gutes Fundament in meinem Leben.

Mission war mir immer schon sehr wichtig und als ich Anfang 20 war, wollte ich nach Hawaii auf eine Bibelschule mit dem Schwerpunkt für Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gehen. Leider liess mich der damalige Pastor nicht gehen und bestand darauf, dass ich in seiner Gemeinde blieb und mich dort einbrachte. Da ich gelehrt wurde, nichts ohne die Zustimmung der Leiter zu tun, fügte ich mich darein und bemerkte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sich in dieser Gemeinde hierarchische Strukturen entwickelten, die nicht mehr gesund und biblisch waren.

Einige Jahre später ging ich für 1 Jahr in ein arabisches Land. Dort waren ein paar deutsche Familien, die ein Entwicklungshilfeprojekt mit dem Ziel Gemeindegründung lancierten. Ich unterrichtete dort deren Kinder und war zudem für buchhalterische Aufgaben zuständig. Es war ein sehr herausforderndes Jahr für mich, brachte mich aber dem wirklichen Gott der Bibel ein grosses Stück näher.

Zurück in Deutschland stellte ich fest, dass sich meine Gemeinde recht hierarchisch entwickelt hatte und die Predigten nur noch Gehirnwäsche waren. Die Gemeinde sah sich als exklusiv an. Macht wurde missbraucht und jeder, der nicht der Leitung hörig war, bekam ordentlich Probleme. Es kam dann dazu, dass ich und einige andere aus dieser Gemeinde austraten. Dies war mit sehr vielen Schmerzen und Verleumdungen seitens dieser Gemeinde verbunden. In dieser Zeit haben wir uns sehr damit auseinander gesetzt, wie JHWH sich seine Gemeinde vorstellt und auch wie die Urgemeinde funktioniert hat. Auf unserer Suche sind wir auf Hausgemeinden gestossen und haben uns in diese Richtung orientiert.

Im Sommer 2002 kam ich aus beruflichen Gründen in die Schweiz. Dort versuchte ich jahrelang vergeblich gemeindemäßig Fuss zu fassen. Inzwischen hielt ich es jedoch in keiner Gemeinde mehr lange aus. Mir schienen die Lehren und das sogenannte „christliche“ Leben immer fragwürdiger und mit der Bibel nicht mehr zu vereinbaren.

Im September 2005 besuchte ein Hausgemeinden-Seminar in Biel. Und das war Balsam für meine ausgetrocknete Seele. Dabei ging es auch um die hebräischen Wurzeln unseres Glaubens und in einem Buch, das ich von dort mitnahm, wurde diese Thematik erläutert. Es war wie ein neuer Aha-Effekt. Dabei wurde mir klar, dass es ohne diese Wurzeln gar nicht geht und dass eigentlich
Juden, am besten noch messianische Juden, da wahrscheinlich am Besten Bescheid wüssten und doch eigentlich den Weg weisen müssten. Nur, ich kannte keine messianischen Juden und wusste auch nicht, ob es in unseren Breitengraden welche gibt, da ich bis anhin nur von messianischen Juden in Amerika und Israel gehört hatte. So fing ich an zu beten, dass JHWH mich doch bitte in Kontakt mit messianischen Juden bringen würde, wenn es solche in der Gegend gäbe.

Kurz darauf erhielt ich auf sehr interessante Art und Weise den Rundbrief einer jüdisch-messianischen Gemeinschaft in der Schweiz in der Nähe meines damaligen Wohnortes. Das war für mich eine direkte Gebetserhörung und ich bekam durch den Kontakt zu dieser Gemeinschaft ganz neue Perspektiven und Denkmuster, vor allem auch eine Rückbesinnung zur Torah. Dafür bin ich sehr dankbar. Das war genau das, wonach ich all die Jahre gesucht hatte.

Ich lernte den Schabbat und die von JHWH angeordneten Feste schätzen. Immer mehr empfinde ich es als ein außerordentliches Geschenk unseres Schöpfers, dass er den 7. Tag zur Erholung und Ruhe für uns geschaffen hat. Irgendwie habe ich bereits auch vorher schon gewusst, dass der Sonntag und die christlichen Feste, wie Ostern und Weihnachten, einen heidnischen Hintergrund und mit der Bibel nicht viel zu tun haben. So war und bin ich richtig froh, dass ich gleichgesinnte Geschwister gefunden habe, mit denen ich zusammen zurückkehren darf zu den Wurzeln und zu den Ordnungen JHWH´s, die in der Torah festgeschrieben sind. Dies empfinde ich je länger, je mehr als wahre Freude und Freiheit und es gibt noch so vieles zu entdecken.

Seit Anfang 2010 wohne ich wieder in Süddeutschland. Aufgrund der räumlichen Distanz ist es mir leider nicht mehr möglich regelmässig bei meinen Schweizer Geschwistern zu sein. Ich kam dann über ein Seminar am Bodensee vor einigen Jahren in Kontakt mit Avi ben Mordechai und besuchte seither regelmässig am Schabbat sein wöchentlich stattfindendes Webinar, welches im Moment wegen dem Schabbatjahr von Avi gerade nicht stattfindet.

Über den Jahreswechsel 2013/14 war ich beim Seminar in Bad Homburg mit Eddie Chumney und Avi ben Mordechai und lernte dort erstmalig den Dienst von Worldwidewings kennen. Seither bekomme ich regelmässig den Newsletter und verfolge mit wachsendem Interesse was sich hier alles so tut. Mir gefällt diese Entwicklung sehr und ich finde die Idee der Vernetzung im deutschsprachigen Raum und auch die sonstigen Ziele absolut wichtig und unterstützenswert.

Sehr spannend finde ich auch die weltweite Entwicklung bezüglich Ephraim und Juda. Und ich bekomme regelmäßig Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass wir eventuell schon sehr weit im prophetischen Kalender fortgeschritten sind und es sehr gut sein kann, dass unsere Generation die Erfüllung der Verheißungen erleben darf und wir vereint als alle 12 Stämme Israels in unserer Heimat Israel leben dürfen.

So bin ich sehr gespannt, was die kommende Zeit noch so alles mit sich bringt.

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