#10 – Mikez – Nach Ablauf
1.Mose 41,1 – 44,17; 1. Könige 3,15-4,1
“Und am Ende nach zwei vollen Jahren”
Unsere Torahlesung eröffnet mit den Worten:
„Und am Ende nach zwei vollen Jahren…“Das hebräische Wort für Ende heißt qets und bedeutet auch am Ende der Zeit und am Ende des Raumes. So deutet diese Zeitangabe auch auf das Ende, auf die letzte Generation (arachown) hin, auf die das Ende der Zeitalter gekommen ist. Wir sind jetzt am Ende zwei voller Jahre bzw. zwei Jahrtausende seit Y‘shuas erstem Kommen auf der Erde. Wir erinnern uns, dass YHWH einen Tag wie tausend Jahre ansieht und tausend Jahre wie einen Tag. Hier haben wir wieder das Torah-Prinzip:
„Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll…“(Jesaja 46,10). Und was passierte nach zwei vollen Jahren: Josef wurde zum Herrscher über das ganze Land erhoben. Und ebenso wird Y‘shua, Ben Josef, am Ende der zweitausend Jahre Herrscher über alle Nationen sein. Mikez zeigt an, dass am Ende eines Alptraums Träume wahr werden und prophezeit dieses auch für die Zeit am Ende.
Ein tragfähiges Fundament
Josef war erst 17 Jahre alt, als er von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft wurde. Sein Vater Jakob liebte ihn sehr und hatte ihm ein Fundament in den Unterweisungen der Torah mit auf dem Weg gegeben, was sich als äußerst tragfähig erwies. Nachdem seine Brüder ihn so unmenschlich behandelt hatten, musste Josef eine Entscheidung treffen: Würde er verzweifelt und verbittert eigene Wege einschlagen oder in den Prinzipien der Torah bleiben und seinem himmlischen Vater vertrauen, dass er alle Fäden in der Hand hatte und alles unter seiner Kontrolle lag? Er entschied sich dafür, in den Mühsalen und Versuchungen zu wachsen und den Unterweisungen der Torah treu zu bleiben. Er erlaubte seinem himmlischen Vater, ihn zu korrigieren und ihn in sein Angesicht zu verwandeln.
Und dies obwohl die Erfüllung seines Jugendtraumes mit der Vormachtstellung in seiner Familie hoffnungslos wie eine Seifenblase zerplatzt schien. Und dies obwohl das Festhalten an den Unterweisungen YHWHs ihn ins Gefängnis gebracht hatte. Selbst sein Einsatz und die Auslegung der Träume der beiden Kämmerer schienen in Vergessenheit geraten zu sein. Josef blieb standhaft in seinem Wandel und seiner Beziehung zu YHWH, hielt Prüfungen und Drangsal aus und hielt an der Hoffnung zu YHWH fest.
Im Alter von 30 Jahren, nachdem 13 Jahre in Ägypten vergangen waren, wurde Josef dann endlich vor den Pharao gerufen. Alles basiert auf Torah-Prinzipien, denn interessanterweise begann ein Priester seinen Dienst im Tempel im Alter von 30 Jahren (4. Mose 4,3) und wir lesen über den Beginn von Y’shuas Dienst ebenso: „Und Y’shua war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt…“ Aus dem Gefängnis entlassen, wurde er vor den Herrscher des Landes gerufen. „Da sandte der Pharao hin und ließ Josef rufen, und sie ließen ihn eilends aus dem Gefängnis“ (1. Mose 41,14).
Weil Josef YHWHs Unterweisungen treu geblieben ist, also nach der Konstitution des Königreiches gelebt hat und in diesem geblieben ist, war Josef nicht abhängig vom Königreich dieser Welt und verwickelte sich nicht in die in dieser Welt herrschenden Gesetzmäßigkeiten. YHWH konnte in und durch Josef seinen Plan voll zur Entfaltung bringen. YHWH handelte in Josefs Leben nach den Gesetzmäßigkeiten seines Königreiches. YHWH schüttete Gnade aus seinem Königreich über Josef aus: Aus dem Gefängnis an den Hof des damaligen Herrschers.
„Weil du der Stimme YHWHs, deines Elohims, gehorsam gewesen bist, werden über dich kommen und dir zuteil werden alle diese Segnungen… ( 5. Mose 2) und YHWH wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst…“(Vers 8) und
YHWH wird machen, dass du Überfluss an Gutem haben wirst,…(Vers 11). Josef blieb YHWH gehorsam und befolgte die Konstitution des Königreiches. YHWH gebot dem Segen, dass er mit Josef sei. D. h. doch, dass YHWH dem Segen gebietet über bestimmten Personen zu sein, über denen, die seine Konstitution einhalten.
Der Geist Elohims und die Prinzipien des Königreichs
Josef besaß eine Weisheit, die den Pharao beindruckte und die ihn auf YHWH aufmerksam machte. Der Pharao sagt über Josef aus:
“Wie könnten wir einen Mann finden, in dem der Geist Elohims ist wie in diesem? Und er sprach zu Josef: Weil dir YHWH dies alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie du.“(1. Mose 41,38-39).
Y‘shua ist das Leben YHWHS in uns. Die Prinzipien Y‘shuas offenbaren die Unterweisungen YHWHS für unseren Wandel auf der Erde. Y‘shua ist der König und die Torah ist Sein Königreich, sie lehrt über Beziehungen und wie wir im Königreich wandeln sollen. Wir sind aufgerufen, nicht wie die Heiden zu handeln und nach deren Bräuchen und Sitten zu leben und deren Feste zu feiern. Der Wandel in Seiner königlichen Konstitution (Torah) wird uns Schalom schenken. Schalom umfasst alles: Frieden, Gesundheit, Segen, auch finanzieller Segen usw.
Josef kommt durch alle Prüfungen und Drangsale näher zu YHWH. Jedes Problem war für Josef eine Einladung in eine tiefere Beziehung zu YHWH zu treten. Lassen wir uns auch einladen? Und harren wir auch auf die Stunde, die YHWH für uns gesetzt hat, damit Sein Plan durch uns gelingen kann?
Seid reich gesegnet und eingeladen, in Seinem Königreich zu wandeln.
Emuna

