Parascha ‚mischpatim‘ = „Rechtsordnungen“

Hier am Fuße des Sinaj-Berges – dies ist heute der Jebel Makla in Saudi Arabien: während des Bundesschlusses rief das ganze Volk vereint: „Ja, wir wollen tun und wir werden (dann) hören/verstehen!“
Parascha ‚mischpatim‘ = „Rechtsordnungen“ – 2. Mo. 21, 1 – 24, 18;
Schalom geehrte Chaverim / Freunde!
Die Kinder Israels stehen am Fuße des Berges Sinai, und der allmächtige Gott hatte soeben zu ihnen gesprochen und ihnen die Zehn Gebote offenbart. Was kommt als nächstes auf sie zu? In der Parascha ‚mischpatim‘, da geht es um eine ganze Menge Vorschriften:
V1) Dies sind die Rechtsbestimmungen – מִּשְׁפָּטִים mischpatim, die du (Mosche) ihnen (dem Volk Israel) vorlegen sollst!
= Mit diesem Satz beginnt unser heutiger Wochenabschnitt, der „mischpatim“ – מִּשְׁפָּטִים heißt, was man mit „Rechtsbestimmungen“ und „Gerichtsentscheidungen“ übersetzen kann. Wir wollen uns hier zu Beginn noch etwas tiefer mit diesem Wort auseinandersetzen.
Die Worte schafat שָׁפַט, schofet שׁוֹפֵט und מִשְׁפָּט mischpat stammen alle von der gleichen hebräischen Wurzel ש-פ-ט (schin-pe-tet), die mit dem Konzept des Richtens und Urteilens verbunden ist. Hier sind die Bedeutungen der einzelnen Worte:
• schafat שָׁפַט – das ist das Verb, was „richten“ oder „urteilen“ bedeutet.
• schofet שׁוֹפֵט – das ist das Substantiv, das „Richter“ bedeutet. Es ist die Person, die richtet oder ein Urteil fällt.
• mischpat מִשְׁפָּט – das ist das Substantiv, welches „Urteil“ oder „Rechtsurteil“ und “Gerichtsurteil” bedeutet. Es bezieht sich auf das Ergebnis des Richtens oder den rechtlichen Prozess.
Die Besonderheit dieser Wortfamilie liegt in der gemeinsamen Wurzel, die eine enge semantische Verbindung zwischen den Begriffen schafft. In der hebräischen Sprache ist es üblich, dass Wörter, die von derselben Wurzel abgeleitet sind, verwandte Bedeutungen haben. Dies hilft dabei, die Sprache effizienter und logischer zu gestalten, da man durch das Erkennen der Wurzel oft die Grundbedeutung eines Wortes ableiten kann.
Passend zu Israels neu erworbener Freiheit soll nun im neuen Land auch eine neue Rechtsordnung aufgerichtet werden. Das gesellschaftspolitische Leben Israels soll von solch einer Ethik bestimmt werden, die die himmlische Gerechtigkeit Elohims hier auf Erden widerspiegeln bzw. repräsentieren soll.
Es sind diese Prinzipien, die dem jüdischen Volk einen eigenen Charakter geben. So wird der Umgang mit Menschen unterschiedlicher sozialer Stellungen (Sklaven, Mägde und Schwache) geregelt, aber auch die zivile Haftpflicht bei Sachschäden, Körperverletzungen und Verschuldungen: Inbegriffen sind da auch die Strafen für kriminelle Handlungen wie Diebstahl, Einbruch und Vergewaltigungen. Sogar der Agrar- und Tierschutz wird vom Ewigen eingeführt, aber auch der Umgang mit Feinden und vieles mehr.
Alles in allem ist es das fortschrittlichste Regelwerk einer menschlichen Gesellschaft in der damaligen Welt. Diese Satzungen haben die Heiligung und Erziehung des Volkes Israels zum Ziel. Da sich die Schuldhaftigkeit der Menschen selbst bei heiligsten Zeremonien zeigt, bestimmt JaH auch die Ordnung der drei großen Wallfahrtsfeste und kündigt die Niederschrift des Zehn-Worts (die 10 Gebote) an. Mit dieser Gesellschaftsordnung soll sich das erfüllen, was der Gott Israels wünscht:
„Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin!“, 3. Mo. 11, 44 – 45; wobei das hebräische Wort kadosch für „heilg“ sich abtrennen von Profanem bedeutet.
Die Mißachtung und Nicht-Einhaltung dieser Ordnungen Elohims führten dazu, dass Israel unter das Gericht Elohims gestellt wurde – das haben die Propheten Jahrhunderte später verkündet.
Tatsächlich gibt es in dieser Tora-Lesung bis zum letzten Kapitel der Parascha – und mit der vielleicht winzigen Ausnahme von Ex 23, 20-23 überhaupt keine Erzählung: Es handelt sich hier um eine einzige lange Auflistung von Rechtsregelungen: Tue dies, tue das nicht, und wenn du nicht gehorchst, dann wird das deine Strafe sein.
So enthält die Parascha ‚mischpatim‘ insgesamt 53 sog. mizwot: 23 Gebote und 30 Verbote.
Der Elohim verspricht das Volk Israel in das Heilige Land zu bringen, warnt es aber davor, die heidnischen Sitten der damaligen Bewohner anzunehmen.
Wie hängen die Zehn Gebote (eigentlich: das Zehnwort) mit diesen nach ihnen folgenden Rechtsbestimmungen dieser Parascha ‚mischpatim‘ zusammen? Oder besser gesagt, tun sie das überhaupt? Diese Frage dürfen wir uns stellen.
Es folgt jetzt eine chronologische Auflistung dieser Rechtsordnungen – mischpatim, welche hier auf dem Berg Sinai dem Mose offenbart wurden:
Kp. 21
- Rechtsvorschriften in Bezug zu Sklaven:
• ein hebräischer Sklave soll nach sechs Jahren freigelassen werden;
• wenn der Sklave verheiratet ist, geht seine Frau mit ihm;
• wenn der Herr ihm eine Frau gibt und sie Kinder haben, bleiben die Frau und die Kinder beim Herrn; - Rechtssatzungen in Bezug auf Gewalt:
• wer einen Menschen schlägt und tötet, soll getötet werden – מוֹת יוּמָת mot jumat;
• wer seine Eltern schlägt, soll getötet werden – מוֹת יוּמָת mot jumat;
• wer einen Menschen entführt, soll getötet werden – מוֹת יוּמָת mot jumat;
• wer einen Menschen verflucht, soll getötet werden – מוֹת יוּמָת mot jumat; - Rechtssprechung in Bezug zu Körperverletzungen:
• wenn zwei Männer streiten und einer den anderen verletzt, dann muss derjenige, der seinen Gegner verletzt hat, für die Heilung aufkommen – רִפְאוּי rifu’i;
• wenn ein Mann seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt und sie sterben, dann muss er dafür bestraft werden – נָקָם יִנָּקֵם nakam jinakem; - Vorschriften, wenn Menschen durch Tiere getötet werden:
• wenn ein Ochse einen Menschen tötet, soll der Ochse gesteinigt werden – סָקוֹל יִסָּקֵל ssakol jissakel;
• wenn der Ochse bekannt dafür war, gefährlich zu sein, und der Besitzer hat ihn nicht bewacht, soll der Besitzer getötet werden – מוֹת יוּמָת mot jumat;
Kp. 22 - Vorschriften in Bezug zum Eigentum:
• wenn jemand ein Tier stiehlt und es schlachtet oder verkauft, soll er fünf Rinder für ein Rind und vier Schafe für ein Schaf erstatten – חֲמִשָּׁה בָּקָר, אַרְבָּעָה צֹאן chamischa bakar, arba’a zo’on;
• wenn ein Dieb bei einem Einbruch ertappt und getötet wird, besteht darauf keine Blutschuld – אֵין לוֹ דָּמִים ejn-lo damim;
• wenn der Dieb überlebt, muss er den Schaden vollständig ersetzen שִׁלּוּם schilum; - Vorschriften für Schadenersatz:
• wenn jemand ein Feuer entfacht und es Schaden anrichtet, muss er den Schaden ersetzen שִׁלּוּם schilum;
• wenn jemand Geld oder Gegenstände zur Verwahrung gibt und sie gestohlen werden, muss der Dieb, wenn er gefunden wird, das Zweifache wiedererstatten שְׁנַיִם יְשַׁלֵּם schnajim jischalem; - Rechtsordnungen zur soziales Verantwortung:
• Du sollst den Fremden, die Witwe und die Waise nicht bedrücken גֵּר, אַלְמָנָה, יָתוֹם ger, almana, jatum;
• Du sollst keinen Zins von deinem Bruder nehmen, wenn du ihm Geld leihst נֶשֶׁךְ neschach;
• wenn du das Gewand deines Nächsten als Pfand nimmst, sollst du es ihm vor Sonnenuntergang zurückgeben שִׂמְלָה ssimla; - Vorschriften zu moralischem Verhalten:
• Du sollst keine falschen Gerüchte verbreiten und nicht mit dem Schuldigen zusammenarbeiten שָׁוְא schaw(e);
• Du sollst keine Bestechung annehmen, denn Bestechung verblendet die Sehenden und verdreht die Worte der Gerechten שֹׁחַד schochad;
Kp. 23 - Gesetze in Bezug zu Gerechtigkeit und Barmherzigkeit:
• Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten und nicht mit dem Schuldigen zusammenarbeiten – שָׁוְא schaw(e);
• Du sollst dem Armen in seinem Rechtsstreit nicht benachteiligen – דָּל dal;
• Du sollst Bestechung nicht annehmen, denn Bestechung verblendet die Sehenden und verdreht die Worte der Gerechten – שֹׁחַד schochad; - Bestimmungen zum Schabbatjahr und Schabbat:
• sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Erträge einsammeln, aber im siebten Jahr sollst du es ruhen lassen – שְׁמִטָּה schmita;
• sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten, aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Ochse und dein Esel ruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde sich erholen können – שַׁבָּת Schabbat; - Feste und Opfer:
• dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern: das Fest der ungesäuerten Brote מַצּוֹת, das Fest der Ernte קָצִיר und das Fest der Einsammlung – אָסִיף assif;
• Du sollst das Blut meines Opfers nicht mit gesäuertem Brot opfern und das Fett meines Festopfers soll nicht über Nacht bleiben – חֵלֶב chelev; - Engel und Verheißung:
• siehe, ich sende einen Engelsboten – מַלְאָךְ malach vor dir her, um dich auf dem Weg zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe;
• höre auf seine Stimme und sei ihm nicht widerspenstig, denn er wird eure Übertretungen nicht vergeben, weil mein Name in ihm ist – שֵׁם schem;
Nach dieser Auflistung wollen wir noch einen markanten Satz näher unter die Lupe nehmen, der hier gleich dreimal nahe beieinander auftaucht:
Diese hebräische Phrase na’asse weNischma – נַעֲשֶׂה וְנִשְׁמָע bedeutet „wir werden tun und wir werden (danach) hören“. Diese Antwort, die vom ganzen Volk Israel gegeben wurde, drückt die Bereitschaft aus, die Gebote Elohims zu befolgen, noch bevor diese überhaupt vollständig verstanden werden.
Entschlossen und einmütig hat das Volk Israel geantwortet:
Darauf antwortete alles Volk einmütig/einheitlich, indem es sprach: „Alles, was der Ewige geredet hat, wollen wir tun und (erst danach) hören.“, 2. Mo 19, 8;
Diese Antwort hatten wir uns bereits in der letzten Lesung angeschaut. Jetzt wird dieser Satz aber noch zweimal wiederholt.
Mosche überließ Aharon und Chur die Verantwortung für das israelitische Lager. Dann stieg er auf den Berg Sinai, wo er vierzig Tage und vierzig Nächte lang blieb, um die Tora vom Allmächtigen in Empfang zu nehmen.
So prominent wie diese Äußerung der Kinder Israel auch ist, lässt sie uns doch nach ihrer tieferen Bedeutung fragen.
Ein tieferes Verständnis dieses Satzes gewinnen wir erst, wenn wir uns seinem Wortlaut zuwenden. Das Wort „nischma“ (hören) bedeutet auch „verstehen“. „Wir tun und wir hören“ heißt dann: Dadurch, dass wir die Gebote des Ewigen ausführen, also tun, werden wir sie in der Folge verstehen. Dieses Verständnis bietet uns die grundlegende Einsicht der jüdischen Art und Weise, die mizwot in unser Leben zu integrieren. Erst das Tun der Gebote eröffnet uns ihr Verständnis! Das funktioniert also ganz nach dem Motto: „Learning by doing“.
Somit bedeutet dann „na‘asse weNischma“: Wir werden es machen, und dadurch, dass wir dann in der Folge praktische Erfahrung sammeln, verstehen wir es auch.
Der menschlichen Natur läuft diese Herangehensweise bis heute eher zuwider. Der Mensch will zuerst einmal wissen, worauf er sich einlässt, ehe er einen Bund oder Vertrag eingeht. Welche Risiken und Nebenwirkungen sind damit verbunden? Was steht im Kleingedruckten? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich mit dem Entschluss, z. B. eine Ehe einzugehen? Oder: Bevor man seine Unterschrift unter einen Vertrag für den Kauf eines Hauses setzt, will man abschätzen, welche finanziellen Belastungen damit auf einen zukommen.
Insgesamt dreimal bestätigen die Kinder Israel ihren Bund mit dem Ewigen.
Wir lesen die gesamte Passage der Bundesschließung am Berg Sinaj, in welcher das Volk zweimal seinen Willen ausdrückt: na’asse (und) nischma!
V1) [Der Ewige] sprach zu Mosche: „Steige zum Ewigen herauf, du und Aharon, Nadav und Avi-hu und [ebenso] die siebzig der Ältesten Israels. Dann betet an von Ferne!
V2) Mosche soll allein zum Ewigen herantreten! Sie aber sollen nicht herantreten! [Ebenso] soll [auch] das Volk nicht mit ihm heraufsteigen.
V3) [Hernach] kam Mosche [wieder vom Berg herab] und erzählte dem Volk alle Worte des Ewigen und alle Rechtsbestimmungen – מִּשְׁפָּטִים mischpatim. Und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme, indem es sagte: „Alle Worte, die der Ewige geredet hat, wollen wir tun – נַעֲשֶׂה na‘asse .“ כָּל-הַדְּבָרִים אֲשֶׁר-דִּבֶּר יְהוָה נַעֲשֶׂה
V4) Also schrieb Mosche alle Worte des Ewige auf. Am [nächsten] Morgen aber machte er sich früh auf und errichtete einen Altar unten am Berg, [dazu] zwölf Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels.
V5) Dann sandte er junge Männer aus den Söhnen Israel hin, [damit] sie Brandopfer – עֹלֹת olot darbringen würden: Sie schlachteten Jungstiere als Heils- oder Ganzopfer – זְבָחִים שְׁלָמִים svachim schlamim für den Ewigen.
V6) Mosche nahm die [eine] Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, die [andere] Hälfte des Blutes aber sprengte er an den Altar.
V7) [Dann] nahm er die ‚Rolle des Bundes‘ – סֵפֶר הַבְּרִית ssefer-haBrit und las [diese] vor den Ohren des Volkes. Sie antworteten, indem sie sagten: „Alles, was der Ewige geredet hat, wollen wir tun und wir wollen hören/gehorchen.“ = na’asse weNischma!
כֹּל אֲשֶׁר-דִּבֶּר יְהוָה נַעֲשֶׂה וְנִשְׁמָע
V8) [Jetzt] nahm Mosche das Blut [aus den Schalen], besprengte damit das Volk und sagte: „Hier – הִנֵּה hine ist das Blut des Bundes – דַם-הַבְּרִית dam-haBrit, den der Ewige auf all diese Worte mit euch geschlossen (wörtl.: geschnitten) hat – כָּרַת karat!
Weil dies der Höhepunkt überhaupt ist – die Bundesschließung am Berg Sinai, die zwei Tage lang dauerte – wollen wir den genauen Ablauf noch einmal rekapitulieren:
V1) Alle: Mosche, danach der Hohepriester Aharon, zusammen mit seinen beiden Söhnen Nadav und Avi–hu (als Erben des Hohepriesteramtes) und die 70 Ältesten des Volkes Israel steigen zusammen auf den Berg Sinai, doch nur etwa bis zur Hälfte auf ein Plateau des Berges.
V2) Sie beteten dort an, während allein Mosche weiter auf die Spitze des Berges aufstieg.
V3) Dort auf dem Berg empfing Mosche die Auszüge der Tora, die hier noch „mischpatim‘ – מִּשְׁפָּטִים (= etwa „Rechtssatzungen“) genannt werden, doch nach ihrer Abschrift in V7) dann zu Ssefer-haBrit = „Schriftrolle des Bundes“ umgenannt wurden.
Wohl am selben Tag noch stieg Mosche den Berg wieder herab – wahrscheinlich erzählte er hier nur den 70 Ältesten sowie Aharon und seinen beiden Söhnen diese Auszüge der Tora, noch mischpatim genannt. Diese standen auf der Anhöhe des Berges, einem Plateau (während das Volk ganz unten am Fuße des Berges im Lager verweilte). Diese Ältesten antworteten dann in V3:
„Und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme, indem es sagte: „Alle Worte, die der Ewige geredet hat, wollen wir tun – נַעֲשֶׂה na‘asse.“
= es scheint so, dass hier die Ältesten für das ganze Volk Israel gesprochen haben.
V4) Am Rest des Tages schrieb Mosche diese mischpatim auf eine Schriftrolle, die in V7) dann Ssefer-haBrit genannt wird.
Früh am nächsten Morgen errichtete Mosche dann einen Altar, der für den eigentlichen Bundesschluß dienen würde. Dazu wurden 12 Gedenksteine, mazeva מַצֵּבָה genannt, aufgestellt.
Jetzt erst in den Versen 5-8 wird der eigentliche Bundesschluß beschrieben:
Auf dem gerade errichteten Altar wurden Jungstiere – פָּרִים parim geopfert, d. h. sie wurden als Ganzes verbrannt. Zuvor bei deren Schächtung wurde ihr auslaufendes Blut in Schalen und Behältern aufgefangen. Der erste Teil dieses Opferblutes wurde an die Seiten des Altars gesprengt, der zweite Teil des Opferblutes, der in Schalen aufgefangen worden war, wurde dann zur Besprengung des ganze Volk Israel verwendet: V6.
Wahrscheinlich wurde zuerst der erste Teil des Blutes an den Altar gesprengt. Dann erfolgte die Vorlesung der Bundesrolle = Ssefer-haBrit (= mischpatim). Direkt im Anschluss daran reagierte das ganze Volk Israel und rief geeint zusammen: Na’asse weNischma!
V7) Nachdem dieses sich ereignet hatte, wurde dieser Bundesschluß mit der Blutbesprengung aus den Schalen sozusagen besiegelt, V8. Das ganze Volk wurde damit besprengt oder besprenkelt
Die Tora-Lesung dieser Woche lehrt uns, dass der Bund mit Blut ratifiziert wurde. Das gesamte Buch des Bundes wurde allem Volk vorgelesen. Die Kinder Israel stimmten ihrer Bundesverpflichtung zu, indem sie verkündete und riefen: „[Ja,] alles, was der Ewige geredet hat [so wie wir es aus der Lesung der Bundesrolle gerade gehört hatten], werden wir tun und hören.“
Möchten auch wir als Gläubige in Jeschua diesen Worten zustimmen!
Euch allen gesegneter Schabbat!
