Trost für die Trümmerstätten Zions

Isaiah 51,1-3: Hört auf mich, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt,
ihr, die ihr YHWH sucht! Seht auf den Felsen, aus dem ihr gehauen,
und auf den Brunnenschacht, aus dem ihr gegraben seid! Seht auf
Abraham, euren Vater, und auf Sarah, die euch geboren hat; denn
als Einzelnen habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und gemehrt.
Denn YHWH tröstet Zion; er tröstet alle ihre Trümmerstätten und
macht ihre Wüsten wie Eden und ihre Steppe wie den Garten
YHWHs. Freude und Wonne, Danklied und Lobgesang wird darin
gefunden werden.
Manchmal ist es interessant, wie uns der Vater führt. Nachdem ich
nun begonnen hatte, Beiträge über die Erweiterung des Zeltes zu
schreiben, führte mich der Vater zu Maqom, dem Ort des Zeltes.
Ohne einen Ort gibt es keinen Platz für ein Zelt zum Erweitern.
Als ich den Vers 3 in Jesaja 51 las, kam ich auf den Zusammenhang,
dass manchmal vielleicht erst die alten Trümmer „geheilt“ oder
wiederaufgebaut werden müssen, bevor ein Platz gefunden werden
kann, um ein Zelt aufzubauen und dann zu erweitern. Ich weiß nicht,
ob ihr damit etwas anfangen könnt, für mich trifft es zu.
Denn YHWH tröstet Zion; er tröstet (nacham) alle ihre Trümmer (chorbah)
und macht ihre Wüsten (midbar) wie Eden und ihre Steppe (aravah) wie den
Garten (gan) YHWHs. Freude (sasson) und Wonne (simcha), Danklied
(todah) und Lobgesang (qol zimrah) wird darin gefunden werden.
Vorab ein Kommentar vom Matthew Henry (1662-1714), der eine
sehr interessante Sichtweise aufzeigt.
Beachte, wie das Volk Elohims, an das das Wort dieses Trostes
gesandt wird und das aufgefordert wird, darauf zu hören (Jes 51,1)
hier beschrieben wird. Es sind diejenigen, die eifrig nach
Gerechtigkeit streben, um gerechtfertigt und geheiligt zu werden, die
hartnäckig danach streben, dass ihnen die Gunst YHWHs wieder
zuteil wird und das Bild YHWHs in ihnen erneuert wird. Das sind
diejenigen, die YHWH suchen, denn nur wenn wir dem Weg Seiner
Gerechtigkeit folgen, können wir die Hoffnung haben, Ihn zu finden.
Wir werden angewiesen, auf unseren Ursprung und den geringen
Beginn zurückzublicken: „Schaut auf den Felsen, aus dem ihr
gehauen seid“ (die götzendienerische Familie in Ur in Chaldäa, aus
der Abraham herausgeführt wurde, die Generation von Sklaven,
deren Oberhäupter und Väter ihrer Stämme in Ägypten waren);
„schaut auf die Grube, aus der ihr wie Ton gegraben seid, als YHWH
euch zu einem Volk formte“.
Es ist gut für diejenigen, die durch eine Wiedergeburt privilegiert
sind, darüber nachzudenken, was sie bei ihrer ersten – also
physischen – Geburt waren, wie sie in Ungerechtigkeit empfangen
und in Sünde geformt wurden. Was aus dem Fleisch geboren ist,
das ist Fleisch.
Wie hart war der Felsen, aus dem wir gehauen wurden, unfähig,
Eindrücke aufzunehmen, und wie elend war die Grube, aus der wir
gegraben wurden!
(Anmerkung: Hier wurde das Wort Fels anders interpretiert als wir es
gewohnt sind. Ich denke, diese Interpretation ist möglich … das Wort
stammt von dem hebräischen Begriff Tzur: Im Paleohebräischen
(Jeff Benner) geht die Bedeutung zurück auf Pressen, Feind
(Jemand, der mit Druck näher kommt), Ärger, Druck auf jemanden
oder etwas ausüben. Enge: Ein enger, beengter Ort oder eine
beengte Situation. Außerdem: Gegner, Ärger, Not, Bedrängnis,
Feind, eng, Enge, Kummer.)
Die Betrachtung dessen sollte uns mit demütigen Gedanken über
uns selbst und hohen Gedanken über die Gnade Elohims erfüllen.
Diejenigen, die jetzt im Glauben fortgeschritten sind, täten gut daran,
sich daran zu erinnern, wie niedrig sie begonnen haben (Jes 51,2):
„Schaut auf Abraham, euren Vater, den Vater aller Gläubigen, aller,
die wie er der Gerechtigkeit des Glaubens nachfolgen (Röm 4,11),
und auf Sara, die euch geboren hat und deren Töchter ihr alle seid,
solange ihr Gutes tut. Denkt daran, wie Abraham allein berufen
wurde und doch gesegnet und vermehrt wurde; und lasst euch
davon ermutigen, auf die Verheißung YHWHes zu vertrauen, selbst
wenn ein „Todesurteil/Fluch“ über allen Mitteln zu liegen scheint, die
zu ihrer Erfüllung führen.
Lasst euch davon besonders ermutigen, ihr Gefangenen in Babylon,
auch wenn ihr nur noch wenige seid und nur noch wenige übrig sind,
zu hoffen, dass ihr doch noch so zahlreich werden werdet, dass ihr
euer Land wieder bevölkern könnt.“ Jakob ist zwar sehr klein, aber
er ist nicht so klein wie Abraham, der doch Vater vieler Völker wurde.
„Schaut auf Abraham und seht, was er durch sein Vertrauen auf die
Verheißung YHWHs erhalten hat, und nehmt euch ein Beispiel an
ihm, YHWH mit unerschütterlichem Glauben zu folgen.“
Unsere gegenwärtige Saat der Tränen wird schließlich zu einer Ernte
der Freude führen (s. Jes 51,3). Die Gemeinde YHWHs auf Erden
(Israel) hatte manchmal ihre Wüsten und öden Landschaften, viele
Teile Seines Volkes wurden durch Verderbnis oder Verfolgung zu
einer Wüste, unfruchtbar für YHWH oder unangenehm für die
Bewohner; aber YHWH wird eine Zeit und einen Weg finden, Zion zu
trösten, nicht nur, indem Er tröstende Worte zu ihnen spricht,
sondern indem Er gnädig an ihnen handelt.
YHWH hält für die verwüsteten Orte Zions Trost bereit, gerade für
jene Teile, die nicht beachtet oder geschätzt zu werden scheinen. Er
wird sie fruchtbar machen und ihnen so Grund zur Freude geben;
ihre Wüsten werden ein neues Gesicht bekommen und so herrlich
wie Eden aussehen und reich an allen guten Früchten sein wie der
Garten YHWHs.
Es ist der größte Trost für Zion, zur Ehre YHWHs nützlich zu
sein und wie sein Garten zu sein, an dem Er Freude hat.
Er wird sie fröhlich machen und ihnen so Herzen geben, die sich
freuen können. Mit den Früchten der Gerechtigkeit werden Freude
und Frohlocken darin zu finden sein; denn je heiliger die Menschen
sind und je mehr Gutes sie tun, desto mehr Freude haben sie. Und
wo Freude herrscht, zu ihrer Zufriedenheit, ist es angemessen, dass
Dankbarkeit zu YHWHs Ehre geäußert wird; denn was auch immer
der Grund für unsere Freude ist, sollte auch der Grund für unsere
Dankbarkeit sein; und die Gegenleistung für YHWHs Gunst sollte mit
fröhlicher Stimme gefeiert werden, die umso schöner klingt, wenn sie
YHWH Lieder in der (geistigen) Nacht schenkt, Lieder in der Wüste.
Weiter geht es in Teil 2 mit dem Begriff für diese sogenannten
Trümmer oder verwüsteten Orte – in Hebräisch chorbah.
Shalom Rivkah
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