Parascha ‚beReschit‘ = „im Anfang“

Parascha ‚beReschit‘ = „im Anfang“ – 1. Mose 1, 1 – 6, 8;
V1) Im Anfang בְּרֵאשִׁית beReschit schuf Elohim die Himmel und die Erde.
Liebe Geschwister!
Mit dieser Parascha beginnt wieder ein neuer Zyklus der Tora-Lesung. An Schmini–Azeret שְׁמִינִי עֲצֶרֶת, übersetzt mit „achten (Tag) der Versammlung“, welcher sich direkt an das siebentägige (Laub-)Hüttenfest, chag-haSukkot חַג הַסֻּכּוֹת anschließt, wird der alte Tora-Lesezyklus beendet und zugleich auch der neue Zyklus begonnen. Der alte und neue Lesezyklus so mit einander verknüpft – versinnbildlicht als Spirale – soll bedeuten, dass das Lernen der Tora niemals ein Ende findet.
Deswegen heisst dieser Tag auch Simchat-Tora שִׂמְחַת תּוֹרָה = Freude(ntag) der Tora. Es ist der freudigste spirituelle Tag im Jahr !!
Hier ein Beispielvideo, was diese Freude an der Tora demonstriert:
Dieses Video mag ein wenig lang sein, aber schaut es euch doch einmal an: in sog. Hakafot (= „Kreistänzen“) wird mit dem Sefer-haTora (der Torarolle) getanzt.
Siehe zu schmini-azeret in der Schrift:
- 3. Mo. 23, 36:
„Am achten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Arbeit sollt ihr tun.“
- 4. Mo. 29, 35:
„Am achten Tag sollt ihr eine Festversammlung abhalten.“
= Diese Verse verdeutlichen: Obwohl Schmini Azeret zeitlich mit Sukkot verbunden ist, gilt es nicht als Teil davon, sondern als eigenständiger Abschlusstag.
Die Bedeutung im biblisch-jüdischen Jahreskreis ist
- der Tag markiert den Abschluss der Wallfahrtsfeste – Pessach, Schavu’ot und Sukkot;
- der Begriff „azeret“ עֲצֶרֶת bedeutet auch „zurückhalten“ oder „verweilen“, was rabbinisch gedeutet als Einladung Elohims noch einen Tag länger in seiner Nähe zu bleiben;
Ich möchte immer wieder darauf hinweisen: Der erste Tag von Sukkot ist die wirkliche Geburt unseres Messias Jeschua! Er wurde nicht etwa zum heidnischen Weihnachtsfeste geboren – das wäre ein absolutes Un-Ding !! Schmini-Azeret ist der Tag seiner Beschneidung:
Lk. 2, 21: vgl. Mt. 1, 25b;
21 Am achten Tag nach seiner Geburt, als er beschnitten wurde, d. h. seine ‚brit-mila‘ – בְּרִית מִילָה = „Beschneidungsbund“ bekam, da erhielt er auch seinen Namen: Jeschua – יֵשׁוּעַ (= Rettung, Heil), so wie der Engel ihn vor seiner Empfängnis genannt hatte (Lk. 1, 26-38).
Lasst uns alle diese Wahrheit weitersagen, und von den Märchenerfindungen als Gläubige wegkommen. Wer daran glaubt, Jesus könnte zu Weihnachten geboren worden sein, derjenige mag auch an einen Weihnachtsmann glauben! Doch wer Weihnachten als Nachfolger des jüdischen Messias Jeschua noch immer feiert, der sollte sich bewußt sein, dass er damit Jesus selber zu einem Götzen macht! Warum? Weil man biblischen Glauben nicht mit heidnischem Götterglauben vermengen darf! Gerade die Tora weist uns immer und immer wieder darauf hin, dass sich das Volk Israel von jeglichem Götzendienst fernhalten muss. Und auch die 10-Gebote in 2. Mo. 20, 3 betonen dies:
„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!“ Eigentlich: „Du darfst keine anderen Götter neben mir haben!“
לֹא יִהְיֶה לְךָ אֱלֹהִים אֲחֵרִים עַל פָּנָיַ
Weihnachten ist diegleiche Vermischung wie im Islam, wenn Muslime zwar an Abraham als Glaubensvorbild glauben, aber gleichzeitig von dem Märchen oder Mythos überzeugt sind, Abraham hätte zusammen mit seinem Sohn Ischma’el in Mekka die Kaaba erbaut!
Ich gebe dieses Beispiel vom Islam, um aufzuzeigen wie absurd und wahnwitzig manche menschliche Erfindungen in Religionen sind. Es ist ein Märchen, dass der jüdische Messias Jeschua am Weihnachtsfest geboren sein könnte. Denn die Festzeiten der Tora weisen auf Jeschua und zeigen so ist klar, dass Jeschua am Sukkotfest geboren ist. Wir werden evt. zum nächsten Pessachfest einmal genau erörtern wie 100%ig Jeschua das Pessachfest “erfüllte” – in diesem Fest verbinden sich insgesamt 4 Feste der Tora. Wenn wir das verstehen, dann wird klar, warum Jeschua an Sukkot geboren worden ist.
Wir kommen jetzt zu unserer Parascha-Lesung und beginnen mit einer Inhaltsübersicht:
1. Mose 1, 1 – 2, 3: Die Schöpfung der Welt in sechs Tagen
Elohim erschafft Himmel und Erde aus dem Chaos; Licht wird von Finsternis getrennt; die Elemente Wasser, Land und Himmel werden geordnet; Pflanzen, Himmelskörper, Tiere und schließlich der Mensch – als Mann und Frau – werden geschaffen; der siebte Tag wird geheiligt als Ruhetag;
1. Mose 2, 4–25: Der Garten Eden und die Erschaffung des Menschen
Die Erschaffung des Menschen wird detailliert beschrieben: Adam wird aus Erde geformt und erhält den Lebensatem; der Garten Eden wird als Wohnort bereitet; die Bäume des Lebens und der Erkenntnis werden erwähnt; Chava (Eva) wird aus Adams Seite erschaffen – als „Gehilfin, die ihm entspricht“;
1. Mose 3, 1–24: Der Sündenfall und die Vertreibung aus Eden
Die Schlange verführt Chava (Eva) zum Essen vom Baum der Erkenntnis; auch Adam isst; beide erkennen ihre Nacktheit; Elohim verhängt Konsequenzen: Schmerz, Mühsal, Tod und Vertreibung; der Zugang zum Baum des Lebens wird durch Cherubim und das flammende Schwert versperrt;
1. Mose 4, 1–16: Kajin und Hevel (Abel) – Bruderkonflikt und erste Blutschuld
Kajin und Hevel bringen Opfer; Elohim nimmt Hevels Opfer an, Kajins nicht; aus Eifersucht erschlägt Kajin seinen Bruder; Elohim verflucht Kajin, schützt ihn aber mit einem Zeichen; Kajin wird zum unsteten Wanderer;
1. Mose 4, 17–26: Nachkommen Kajins und Beginn der Kulturgeschichte
Kajin gründet eine Stadt; seine Nachkommen entwickeln Viehzucht, Musikinstrumente und Metallverarbeitung; Lamech spricht ein gewalttätiges Lied; mit Schet und Enosch beginnt das „Anrufen des Namens des Ewigen“;
1. Mose 5, 1–32: Genealogie von Adam bis Noach
Ein Überblick über zehn Generationen von Adam bis Noach; Lebensalter und Nachkommen werden genannt; Chanoch (Henoch) „wandelte mit Gott“ und starb; Noach wird als Hoffnungsträger für die Menschheit eingeführt;
1. Mose 6, 1–8: Die Verderbnis der Menschheit und Gottes Urteil
Die „Söhne Elohims“ nehmen sich Frauen; die Erde wird voller Gewalt und Verderbnis; Elohim bereut die Schöpfung des Menschen; Noach findet Gnade in Gottes Augen – als einziger Gerechter seiner Zeit;
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