4 Kommentare

  1. Mareike
    28. September 2017 @ 19:31

    Shalom,
    ich würde gerne wissen was man genau an dem Tag machen kann und was nicht? Muss man auf alles verzichten (Elektrogeräte, ein Bett, vielleicht sogar warmes Wasser). Die meisten Infos über Gott habe ich auf meinen PC, jetzt weiß ich nicht ob ich diesen an dem Tag überhaupt anmachen kann. Was mache ich wenn ich totalen Durst habe? Gibt es da tricks? Fängt das Fest schon Freitagabend ab 18 Uhr statt und geht dann bis Sabbatabend 18 Uhr? So das man danach auch was zusich nehmen dürfte?
    Bitte um schnelle Antwort? bzw. es wäre nett wenn ich Antworten bekomme ich will ja niemanden hetzen, ich will nur keinen Fehler machen
    LG Gottes Segen
    Mareike

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    • Profilbild von Naphtali Naphtali
      29. September 2017 @ 9:55

      Liebe Mareike,

      vielen Dank für Deine Fragen. Dein Wunsch, nichts tun zu wollen, was den Vater verärgern könnte ehrt Dich und Er sieht das!
      Ich möchte einmal versuchen, einige Deiner Fragen zu beantworten.

      Der Text zu Jom Kippur in 3. Mose 23,26-32 sagt uns im Wesentlichen 3 Dinge, die wir tun sollen:

      1. eine heilige Versammlung
      Wenn Du die Möglichkeit hast, triff Dich mit Geschwistern. Wenn nicht, gibt es z.B. auch online die Möglichkeit Gottesdienste zu verfolgen. Ich persönich sehe kein Problem darin den PC anzuschalten, um geistliche Nahrung zu bekommen.

      2. keine Arbeit verrichten
      Das versteht sich von selbst.

      3. unsere Seele demütigen
      Hier kommt der knifflige Punkt. Oft wird dies damit verstanden, sich verschiedener Dinge, wie auch der Wasser- und Nahrungsaufnahme zu entziehen Und ja, es gibt Parallelstellen in der Schrift, die Seele demütigen mit Fasten in Verbindung bringen (Vgl. Esra 8,21). Jom Kippur selbst wird als das Fasten bezeichnet (Vgl. Apostelgeschichte 27,9)
      Dennoch ist das Fasten nicht der einzige Schwerpunkt dieses Tages. Eine andere Bedeutung des hebräischen Wortes für „demütigen“ ist einfach „antworten“ oder „Bericht geben“. Nach meinem Verständnis liegt der Fokus bei Jom Kippur darauf, dass wir unsere Beziehung zu Jeschua in Ordnung bringen. Es ist der Tag, an dem Er uns unsere Sünde endgültig vergeben möchte, doch kann Er dies nur, wenn wir sie auch bekennen.

      Das wir diesen Tag dafür heiligen versteht sich von selbst. Wir lassen Dinge, die wir sonst im Alltag tun würden und verschieben sie. Nichts ist wichtiger als unsere Beziehung mit Ihm in Ordnung zu bringen. Doch wie dies im Einzelnen aussieht und ob ein komplettes Fasten (auch ohne Trinken) für Dich dazugehört, solltest Du mit Jeschua selbst besprechen.
      Solltest Du z.B. eine stillende Mutter oder chronisch krank sein, werde ich Dir nicht raten, komplett zu fasten, sondern Dich an Jeschua zu wenden, ob Du es tun sollst.

      Ich persönlich werde an Jom Kippur nichts Essen und nichts Trinken, um frei für Jeschua zu sein. Aber ich sehe kein ausdrückliches Gebot in der Schrift, dass dieses komplette Fasten ein elementarer Bestandteil von Jom Kippur ist.

      Wann findet Jom Kippur nun statt? Es heißt von Abend zu Abend. Ich verstehe von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang (Vgl. 3. Mose 22,6-7).

      Ich hoffe, ich konnte dir erst einmal weiterhelfen, liebe Mareike.
      Ich wünsce Dir ganz viel Segen über Jom Kippur.
      Liebe Grüße
      Naphtali

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  2. olaf
    29. September 2017 @ 20:54

    Nur ein Hinweis, um Missverständnisse zu vermeiden: Fasten heißt, keine Nahrung zu sich zu nehmen und – in strenger Form – nur Wasser zu trinken.
    Nichts zu trinken hat mit Fasten aber nichts zu tun. Nicht zu trinken ist eine völlig eigene Sache.
    Unser Vater im Himmel ist immer sehr praktisch. ER sagt oder zeigt uns, was wir tun sollen. Und Er unterstützt uns dann auch dabei, so dass wir beim Fasten nicht einmal Hunger haben. Es geht total mühelos, wie von selbst! Eine große Versuchung ist mir aber, zu essen, obwohl ich keinen Hunger habe (dem Lusthunger nachgeben).

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    • Profilbild von Naphtali Naphtali
      29. September 2017 @ 23:44

      Lieber Olaf,

      vielen Dank für Deinen Beitrag.

      Wie jeder Einzelne fastet, muss er für sich und vor Gott entscheiden. Mose war 40 Tage auf dem Sinai und aß und trank nichts (Vgl. 5. Mose 9,9). Letztlich ist das Fasten ja auch ein Ausdruck, dass wir der Welt und unserem alten Leben entsagen und bereit sind zu sterben. Ohne den Tod gibt es schließlich auch keine Auferstehung. Und Du hast recht, wenn wir es einfach tun, dann unterstützt uns Jeschua auch dabei und trägt uns durch.

      Noch einmal danke für Deine Ergänzungen.

      Ein gesegnetes Jom Kippur auch Dir, lieber Olaf.
      Liebe Grüße und Schalom
      Naphtali

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