2 Kommentare

  1. Susanne
    25. Mai 2017 @ 14:15

    Kommentar Zu 1. Mose 38,26 Hintergrund von Thamars Tat war doch die verächtliche Weigerung Onans, (9.10) die brüderliche Verpflichtung zu übernehmen, u in dem darauffolgenden Urtreil Gottes wurde Juda warnend an die Sünde der Brüder Joseph erinnert. 11 Doch hatte auch er nicht im Sinn, Thamars Recht u Gers Namen zu achten. 12ff Tamar wurden schließlich die Augen geöffnet, u sie fasste den Plan, Genugtuung von Juda zu erlangen, der nun Witwer war. Hierfür gab es Präzesenzfälle, denn in einigen Gegenden konnte der Vater des Verstorbenen die Witwe heiraten. Dass die Bezeichnung ‚Hure‘ im Blick auf Thamar verwandt werden konnte, spiegelt die abgrundtiefe Verdorbeneit der kanaanäischen Kultur wieder, der sich die Bundesfamilie aussetzte, etwa durch den Wohnwechsel, wie ihn Juda vorgenommen hatte. Im kanaan. Fruchtbarkeitskult gaben sich Frauen u Männer der Prostitution als Gottesdienst hin. (Grundbedeutung qedescha)

    Obwohl Juda Thamar hatte loswerden wollen u sie in Ihres Vaters Haus zurückschickte V.11, machte er jetzt patriarchalisches Recht geltend. Er sah darin einen Weg, sich ihrer zu entledigen u gleichzeitig als gerecht zu erscheinen. Nach der späteren mosaischen Gesetzgebung wurde das Verbrennen als die schwerste Strafe nur in extremen Fällen verhängt. 3. Mo 20, 14; 21,9. Thamar hätte als Verlobte von Schela gesteinigt werden müssen vgl 5. Mo 22,20 ff.

    Gerechter als ich ? Beide hatten betrogen. Doch sie, um ihr Recht zu erlangen, er aber, um seine gesetzl., väterlichen Pflichten zu umgehen.

  2. Wolfgang
    25. Mai 2017 @ 23:48

    Und nicht vergessen: Boas Mutter war Rahab (Mt. 1,5)